Welche Forex-Brokertypen gibt es?

  • Oktober 20, 2015

Nur wenige Anfänger wissen, dass die Wahl des richtigen Forex-Brokertypen einen fundamentalen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg einer Forex-Tradingstrategie haben kann. Je nachdem zu welcher Handelszeit gehandelt werden soll, ergeben sich unterschiedliche Vorteile aus den einzelnen Brokertypen. Im Folgenden sollen die einzelnen Broker-Typen abgehandelt und einer bestimmten Strategie zugeordnet werden:

  • ECN-Broker
  • Market Maker
  • DMA-Broker

Bei der Wahl des Brokers kommt es auf folgende Faktoren an, wenn bewertet werden soll, ob die vorliegende Brokerart die Richtige für die Strategie ist:

  • Gebühren
  • Spread
  • Kommission
  • Hebel/Leverage
  • Regulierung

Der ECN-Broker ist ein Brokertyp, der Teil eines elektronischen Kommunikationsnetzwerkes ist. Die Kurse werden nicht vom Broker selber gestellt, sondern nach der klassischen Börsenvariante anhand des Orderbuches untersucht. Im Orderbuch sind sowohl gesendete Order, als auch der Wunschpreis und die Größe der Order zu sehen. Die Kurse beim ECN-Broker entstehen also nach dem klassischen Angebot- und Nachfrageprinzip. Der Vorteil bei diesem Broker ist, dass kein Interessenkonflikt entsteht, denn der Broker tradet selber nicht gegen den Kunden. Im Umkehrschluss erhält der Trader einen vorteilhaften Spread. Es wird wahrscheinlich eine Gebühr anfallen, da die Monetarisierung des Brokers nicht nur die Kommission stattfindet. Trader, welche nicht unbedingt zu den Haupthandelszeiten handeln möchten, könnten bei einem ECN-Broker besser aufgehoben sein, da die Kosten für einen Trade fast immer gleich sind.

Der Market Maker hingegen ist ein anderer Typ von Broker. Er selber tritt als Liquiditätsgeber auf und stellt die Kurse selbst. Jede Transkation die ein Trader durchführt, führt er direkt mit dem Market Maker durch. Dieser kauft und verkauft die Vermögenswerte selber. Sein Gewinn entsteht dadurch, dass er zwei unterschiedliche Kurse, den Bid- und den Ask-Preis stellt. Die Differenz zwischen diesen beiden ist der Gewinn des Brokers. Die Spreads des Market Makers sind stark variabel und hängen an den Haupthandelszeiten. Wer also Intraday tradet und sich an der Volatilität der Haupthandelszeiten erfreut, welche jeweils zur Eröffnung und kurz vor der Schließung der großen Börsenplätze der Welt sind, ist mit einem Market Maker am besten bedient.

Ein DMA ist der direkte Marktzugang von Seiten des Traders. Diese Version einer Ordervermittlung ist relativ neu und ermöglicht Investoren, ihre Order direkt an das Orderbuch zu vermitteln. Zuvor war dieser Prozess lediglich den Market Makern und den Orderbuch-Brokern vorbehalten. Der herkömmliche Broker wird hierbei quasi umgangen. Der Trader managet beim DMA-Broker seine Trades selber und platziert auch die Angebote im Orderbuch selbst. Dadurch sinken die Kosten für Trades drastisch, da keine Gebühren und Kommissionen anfallen. Ein Trade wird somit schneller profitabel. Eine Übersicht über zahlreiche Broker-Typen und deren Kostenstrukturen finden Sie auf dieser Website.